Neue Stargate-Serie: Effekte von Star-Wars-Macher, Sets von Nolan-Liebling und kanontreu
Vor wenigen Stunden gab es neue Informationen zur kommenden Stargate-Serie. Als Production Designer und Special Effects Supervisor fungieren demnach Hollywood-Größen. Außerdem äußerte man sich zur Kontinuität und dem Humor der Serie.
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Stargate war zeitweise eines der beliebtesten Science-Fiction-Universen. Das Franchise startete zwar mit einem Kinofilm, wurde aber erst im Fernsehen wirklich populär. SG-1 lief zwischen 1997 und 2007. Die Serie brachte es auf zehn Staffeln und über 200 Episoden. Das nicht minder beliebte Atlantis flimmerte zwischen 2004 und 2009 in fünf Staffeln über die Bildschirme. Moderne Serien schaffen das nur selten - dabei produzierte man damals noch 20 Folgen pro Staffel.
Stargate Universe, das 2009 folgte, wurde nach der zweiten Staffel und einem nie aufgelösten Cliffhanger abgesetzt. Pläne, SG-1 mit weiteren Direct-to-DVD-Filmen fortzusetzen (immerhin zwei gibt es), scheiterten. Es gab auch Ideen für einen runderen Atlantis-Abschluss in Filmform. Die Frage, ob die Stadt immer noch auf der Erde parkt, blieb jedoch unbeantwortet. Das angekündigte Klemmbausteinset von Bluebrixx zählen wir an der Stelle nicht mit.
Ende 2025 wurde bekannt, dass das Franchise eine neue Serie erhält. Sie befindet sich nach wie vor in der Entwicklungsphase. Bekannt ist unter anderem, dass die Dreharbeiten in London stattfinden. Außerdem fungiert Martin Gero als Showrunner, der damals zum Team von Atlantis stieß und sich dort schnell zum Produzenten hocharbeitete. Er schrieb auch einige der späteren SG-1-Episoden. Brad Wright und Joseph Mallozzi sind ebenfalls wieder mit von der Partie, wenn auch nur als Consulting Producer und nicht mehr in leitender Funktion. Roland Emmerich und Dean Devlin flankieren sie als Executive Producer. Sie hatten den ursprünglichen Kinofilm geschrieben, bei den Serien aber keine Rolle gespielt.
Production Designer von Dark Knight und Co.
Gerade eben stand Martin Gero den Kollegen von GateWorld Rede und Antwort - wenn man das so nennen will, denn inhaltliche Details hielt er hinter dem Berg. Trotzdem hatte er einige spannende Informationen im Gepäck, inklusive zweier Gäste. So konnte man Nathan Crowley als Production Designer gewinnen. Als solcher wird er für die Sets der Serie verantwortlich sein. Serien- und Filmfans kennen ihn unter anderem für seine Zusammenarbeit mit Christopher Nolan, bisher in Insomnia - Schlaflos, Batman Begins, Prestige - Die Meister der Magie, The Dark Knight, The Dark Knight Rises, Interstellar, Dunkirk und Tenet. Auch die erste Staffel von Westworld verantwortete Crowley als Production Designer. Er wurde mehrmals mit dem Oscar nominiert und erhielt ihn schließlich 2025 für sein Wirken in Wicked.
Crowley betonte im Live-Stream, dass wir heute andere Standards und mehr Möglichkeiten haben als noch in den 1990er- und 2000er-Jahren. Trotzdem wolle er dem Stil der Vorlage treu bleiben, neue Wege gehen und dabei neue wie alte Fans abholen. Trotz des im Vergleich zu damals hohen Budgets sei es wichtig, seine Mittel nicht aus dem Fenster zu werfen, sondern sie möglichst effizient und damit wirkungsvoll einzusetzen.
Special Effects nach Art von Star Wars Andor?
Als zweiten Gast präsentiere der Showrunner Mohen Leo, der in die Rolle des Visual Effect Supervisor schlüpft. Auch er ist kein Unbekannter, hatte er doch an den Effekten von Star Wars: Andor und Rogue One gearbeitet. Er ist seit 2009 bei Industrial Light & Magic tätig. 2017 wurde er für seine Arbeit an Rogue One mit dem Oscar nominiert.
Der gebürtige Berliner weiß demnach, wie man legendäre Designs in die Moderne holt. Fans können sich auch bei der neuen Stargate-Serie darauf einstellen. Leos Ansatz sei, Dinge nicht 1:1 wie damals aussehen zu lassen, sondern so, wie der Zuschauer sie in Erinnerung hat, und das Ganze mit moderner Technologie umzusetzen. Gero pflichtete dem im Stream bei. Das Gefühl müsse da sein, nicht die 1:1-Kopie. Leo sei zudem wichtig, dass Dinge auch wirklich gedreht werden und visuelle Effekte das Ganze abrunden.
Gero und Melazzi wollen sich an Kanon halten
Während des Streams stieß der ehemalige Autor, Produzent und nun Consulting Producer Joseph Mallozzi dazu. Weder Mallozo noch Gero ließen sich dabei in die Karten schauen. Über die Handlung verlor man kein Wort. Man wollte nicht einmal verraten, ob es wieder ein gemischtes Team aus Zivilisten und Militärangehörigen geben wird. Die Verpflichtung eines Komponisten wurde beiläufig bestätigt, nicht aber dessen Name. Joel Goldsmith wird es nicht mehr sein; dieser starb bereits im Jahr 2012 im Alter von nur 54 Jahren.
Außerdem verriet man, dass es wieder einen Mix aus Drama, Technik und Humor geben würde, es mit dem Technobabble aber nicht übertreiben wolle. Auch die Beziehungen zwischen den Figuren sollen wieder eine Rolle spielen.
Bei langlebigen Franchises stellt sich natürlich die Frage nach der Kontinuität. So gab es bei Star Trek in den letzten Jahren zahlreiche Kanonbrüche und damit auch immer wieder Frust innerhalb der Community. Das Endergebnis steht bei Stargate natürlich aus. Geplant sei allerdings, dass sich die Stargate-Serie an den Kanon hält. Gero und Melazzoi witzeln in dem Video sogar, dass sie vieles auf Seiten wie GateWorld nachschlagen müssen, weil sie gar nicht mehr alles im Kopf haben - selbst bei Geschichten, die sie damals selbst geschrieben haben. Abholen wolle man am Ende neue Zuschauer und die eingefleischten Fans.
Umgekehrt sei es laut Gero auch ein Vorteil, wenn sich nicht jeder Autor im neuen Team mit dem Franchise so gut auskennt wie er. Er selbst sei damals, als er zu Atlantis stieß, nicht mit allem vertraut gewesen. Das sei damals von Vorteil gewesen, weil die Serie auch ein neues Publikum bedienen sollte.
Spannend auch: Man wird das Ganze durchziehen. Die Frage kam auf, weil die angekündigte Buffy-Fortsetzung kürzlich abgesagt wurde. Laut Gero sei die Sache dort jedoch anders gelagert, weil man erst einmal nur einen Piloten als Test bestellt hatte, nicht gleich die komplette erste Staffel.
Ansonsten wird abzuwarten sein, wann man mit ersten inhaltlichen Details ums Eck kommt. Gerüchten nach könnten die Dreharbeiten diesen Herbst starten. Mit einer Ausstrahlung auf Amazon Prime Video ist in dem Fall frühestens Ende 2027 zu rechnen. Stargate-Fans müssen sich also weiterhin in Geduld üben. Nach 15 Jahren Pause wird es aber immerhin keine allzu lange Durststrecke mehr sein.

Obwohl die Serie auch ein paar Folgen brauchte, um das spaßige Erkunden neuer Welten in den Mittelpunkt zu rücken.
Die späteren Folgen ab Ende Staffel 1/Anfang Staffel 2 hatten mich damals erst wirklich gecatcht.
Bin aber gespannt!!!
Und habe früher auch ein paar Folgen mit Richard Dean Anderson gesehen.
War ganz nett. Vielleicht gucke ich mal in die neue Serie rein. Wenn sie am Start ist.
Das schöne an Stargate ist aber, dass man aufgrund der Funktionsweise des Gates grundsätzlich jede noch so verrückte Idee ohne echte Konsequenzen umsetzten kann, da es ja auch die Möglichkeit bietet in der Zeit zu reisen und alternative Dimensionen und Realitäten zu betreten, auch wenn nicht unbedingt beabsichtigt.
Der Filmzusammenschnitt von Origin (Stargate Origins: Catherine, lief mal auf Tele5) ist meiner Meinung nach in Ordnung, Kanon Probleme kann man mit einer Alternativen Realität weg diskutieren. Leider scheint es keinerlei Disc-Version davon zu geben.
Mit ein bißchen Glück bekommen die alten Serien neue Disc-Auflagen. Dann aber hoffentlich dieses mal auch die Bluray Versionen von Atlantis und Universe für den deutschsprachigen Raum..