Aus Angst, sie sei nur für Fans gemacht: Amazon soll neue Stargate-Serie gestrichen haben [Update]

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Aus Angst, sie sei nur für Fans gemacht: Amazon soll neue Stargate-Serie gestrichen haben
Quelle: Syfy

Richard Dean Anderson wurde auf einer Convention zur neuen Stargate-Serie und einer möglichen Rückkehr befragt. Nachtrag: Wie Variety berichtet, hat Amazon die Serie noch vor der eigentlichen Produktion eingestellt.

Nachtrag: Gestern Abend griffen wir in diesem Artikel die Frage auf, ob Richard Dean Anderson in der neuen Stargate-Serie auftauchen könnte. Dazu hatte sich der O'Neill-Darsteller auf einer Convention geäußert. Kurz nach Veröffentlichung der Meldung sorgt nun der für gewöhnlich gut informierte Branchendienst Variety für Aufsehen.

Demnach wurde die Serie so, wie sie gedacht war, eingestellt. Geplant war bekanntlich, dass Martin Gero als Showrunner der Stargate-Serie fungiert. Er hatte schon maßgeblich an Stargate: Atlantis als Autor und Produzent mitgewirkt. Außerdem schrieb er mehrere Drehbücher für die späteren SG-1-Staffeln.

Einem Insider zufolge äußerten die Amazon-Verantwortlichen Bedenken, dass Geros Interpretation der Serie über die bereits treue Fangemeinde des Franchise hinaus keine breite Anziehungskraft haben würde.

Was das konkret zu bedeuten hat, enthüllt der Bericht nicht. Es scheint so, als wolle man den Weg eines Alex Kurtzman gehen. Der umstrittene Showrunner hatte Star Trek für den Mainstream geöffnet, damit aber aus unserer Sicht keinen Blumentopf gewonnen. So gilt Discovery als die bei Zuschauern unbeliebteste Serie des Franchise, wie die Bewertungen auf Rotten Tomatoes und Metacritic zeigen. Starfleet Academy wurde mangels Zuschauer erst Anfang des Jahres eingestellt. Auch die schlechten Bewertungen der IMDb, wo die Serie 4,5 von 10 Sternen erreicht, könnten dabei eine Rolle gespielt haben. Auf Kurtzmans Kappe geht auch der mit Abstand am schlechtesten bewertete Star-Trek-Film Sektion 31. Deutlich besser weg kamen Strange New Worlds und Picard Staffel 3. Beide haben beziehungsweise hatten die Fanbase sehr viel mehr im Blick. Nach 2026 wird Kurzman, dessen Vertrag ausläuft, vermutlich kein Star Trek mehr produzieren. Möglicherweise gibt es auf Jahre keine neuen Serien.

Variety zufolge soll Amazon auch weiterhin nach Wegen suchen, das Stargate-Franchise wiederzubeleben. Doch es wird, so der Bericht zutrifft, nicht Geros Idee sein.

Immerhin: Gero steht laut Bericht weiterhin unter Vertrag bei Amazon MGM Studios. Somit wird er auch in Zukunft Projekte für das Studio entwickeln. Ein Mitwirken an anderen Stargate-Projekten ist damit zumindest nicht komplett ausgeschlossen.

Nachtrag von 13:02 Uhr: Joseph Mallozzi, langjähriger Stargate-Macher, hat die Einstellung auf X mittlerweile bestätigt. "Martin Gero entwickelte über zwei Jahre hinweg eine neue Stargate-Serie. Er schuf schließlich eine Serie, die neuen Zuschauern einen frischen Einstieg bot und gleichzeitig den bestehenden Kanon zutiefst respektierte. Es war eine Serie, die die Fallstricke vieler moderner Remakes und Reboots vermied, indem sie den Kern ihrer Vorgänger voll und ganz aufgriff: Action, Abenteuer, Entdeckungen, Staunen, Herz, Humor und eine neue Familie. Und auf der Grundlage dieser kreativen Vision erhielt die neue Stargate-Serie im November 2025 grünes Licht."

Mallozzi, der als Consulting Producer fungieren sollte, macht die Entscheidung traurig. Außerdem schreibt er: "Wir werden nicht mehr die Gelegenheit haben, euch diese Welt und diese Figuren vorzustellen - oder euch einige bekannte Gesichter aus der Vergangenheit neu vorzustellen und zu erfahren, wie es ihnen geht."

Einige Details zum möglichen Inhalt der nun eingestellten Serie, zu den beteiligten Produzenten und den bereits bestätigten Akteuren hinter der Kamera lesen Sie weiter unten in der Originalmeldung.


Originalartikel vom 2. Juni, 22 Uhr: Das Stargate-Franchise endete 2011 mit der zweiten Staffel von Stargate Universe (die von anderen produzierte Webserie Origins aus dem Jahr 2018 zählen wir bewusst nicht mit). Aufgelöst sind die offenen Handlungsstränge bis heute nicht, was Fans unzufrieden zurücklässt. Stargate hatte man bis dato 14 Jahre am Stück produziert, teilweise liefen zwei Serien nebeneinander. Ein Cliffhanger als Abschluss wird dem in keiner Weise gerecht.

Im vergangenen Jahr drang an die Öffentlichkeit, dass Amazon - inzwischen Eigentümer von MGM - an einer neuen Stargate-Serie arbeitet. Dazu hat man niemand Geringeren als Martin Gero reaktiviert. Gero gehörte schon bei Stargate Atlantis zum Autoren- und Produktionsstab, zudem schrieb er mehrere der späteren SG-1-Folgen. Ebenfalls an Bord sind Brad Wright und Joseph Mallozzi, nun allerdings als Consulting Producer und nicht wie einst als Showrunner. Die Macher haben bereits bestätigt, dass die noch namenlose Serie im bestehenden Universum spielt. Fans stellen sich vor dem Hintergrund natürlich die Frage, wer von der alten Garde zurückkehrt.

Richard Dean Anderson ist dabei ein oft genannter Name. Er schlüpfte sieben Staffeln lang in die Rolle des Colonel Jack O'Neill. In Season 8 verließ er das SG-1-Team, um in die Fußstapfen von General Hammond als Kommandant des Stargate Centers zu treten. Mit der neunten Staffel verließ auch Anderson den Hauptcast. Er absolvierte in Season 9 und 10 jedoch immer noch Gastauftritte, ebenso in Stargate Atlantis. Außerdem verkörperte er General O'Neill im zweiten und letzten SG-1-Film Stargate Continuum. In Universe spielte Richard Dean Anderson seinen O'Neill mehrfach als Leiter des Heimatschutzkommandos.

Richard Dean Anderson über eine mögliche Rückkehr

Am vergangenen Wochenende äußerte sich Anderson schließlich selbst zu dem Thema. Seine Aussagen fielen während eines Auftritts auf der Metz'Torii, einer Popkultur-Convention im französischen Metz.

"Ich habe mit Brad Wright gesprochen, dem ausführenden Produzenten meines Stargate", so Anderson. "Und er hat mir von der neuen Serie erzählt." Wright ist bekanntlich auch Consulting Producer der kommenden Serie.

Um die Rückkehr als General O'Neill ging es in den Gesprächen nicht. "Die neuen Produzenten, die neuen Eigentümer, wollen ein eigenes Projekt mit diesem Franchise-Namen. Es wird also ganz neue Charaktere geben. Sie haben mich nicht gebeten, dabei zu sein, und ich bin froh, dass sie mich nicht in eine Situation bringen, in der es mir unangenehm wäre, möglicherweise 'Nein' zu sagen." Anderson zufolge sei die Serie anders und neu. "Ich bin der alte Typ."

Ob er einem Cameo-Auftritt gegenüber offen sei? Dazu äußerte sich der 76-Jährige zurückhaltender. "Das kann ich nicht sagen", antwortete er. Gut möglich also, dass sich Anderson die Option eines Gastauftritts offenhält. Möglicherweise ist derlei sogar beschlossene Sache, man möchte es nur noch nicht kommunizieren. Das ist aber rein spekulativ.

Gateworld vermutet, dass die Abneigung gegenüber einer Rückkehr auch mit seinem Lebensstil zusammenhängt. "Ich bin offen gesagt ziemlich faul", sagte er. "Und ich habe keine Lust, viel mehr zu tun, als mit meinen Hunden und meiner Tochter zusammen zu sein - Gott segne sie. Ich habe keine großen Ambitionen!"

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Berichtet hatte darüber zunächst Gateworld. Teile des Panels, auf das sich der Bericht bezieht, sind in einem rund 13 Minuten langen Youtube-Video dokumentiert.

Gaststars grundsätzlich möglich

Uns würde es überraschen, wenn die Produzenten Figuren aus den bisherigen Serien ausschließen. Gero, Wright und Mallozzi hatten schließlich schon die alten Ableger produziert. Hinzu kommt: Manche Handlungsstränge sind bis heute nicht abgeschlossen.

Praktischerweise sind viele Charaktere in einem Alter, in dem man noch einen aktiven Part spielen könnte. Gastauftritte liegen, aus Sicht eines Fans, eigentlich schon am unteren Ende der Erwartungen. Über die Größe und Art der kann man natürlich nur spekulieren.

Interessanterweise deutete Joe Flanigan Anfang des Jahres eine Rückkehr als John Shepard an. Collider zufolge hatte man den Stargate-Atlantis-Star in den Writers Room eingeladen. Details hielt er aus Gründen der Geheimhaltung für sich. Geht es etwa wieder nach Atlantis? Leitet Shepard inzwischen das Stargate Center oder traf man sich nur unverbindlich? Das dürfte spannend abzuwarten sein.

Hinter den Kulissen arbeiten Profis

Derzeit befindet sich die neue Stargate-Serie in einer frühen Entwicklungsphase. Release, Handlung und Figuren liegen im Dunkeln. Im März hatte Produzent Martin Gero immerhin wichtige Mitwirkende enthüllt. Demnach konnte man Nathan Crowley als Production Designer (den "Kulissenbauer") gewinnen. Serien- und Filmfans kennen ihn unter anderem für seine Zusammenarbeit mit Christopher Nolan.

Der gebürtige Berliner Mohen Leo übernimmt die Rolle des Visual Effect Supervisor. Dieser wirkte an den Effekten von Star Wars: Andor und Rogue One mit, ist seit 2009 bei Industrial Light & Magic und wurde 2017 mit dem Oscar nominiert.

Auch einen Komponisten gibt es schon, wobei kein Name fiel. Joel Goldsmith ist leider nicht mehr verfügbar. Er starb im Jahr 2012 im Alter von nur 54 Jahren.

Das Casting war letzten Informationen zufolge noch nicht abgeschlossen, wobei der Writers Room bereits im Januar zusammengesetzt wurde. Die Dreharbeiten könnten im Herbst beginnen. Dieses Mal finden die Dreharbeiten aber nicht im kanadischen Vancouver und Umgebung, sondern in London statt.

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Quelle: Gateworld

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    • Kommentare (17)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Benjamin_G Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Ich erwarte auch nicht, dass man praktisch dasselbe noch mal erzählt. Aber es sollte schon der Idee treu bleiben und an dem Bisherigen anknüpfen.

        Einer der Producer hat die Einstellung nun leider bestätigt. Es sollte eine Serie werden, die den Kanon respektiert und alte wie neue Fans anspricht. So hat man das Amazon aber auch von Anfang an verkauft: "Martin Gero entwickelte über zwei Jahre hinweg eine neue Stargate-Serie. Er schuf schließlich eine Serie, die neuen Zuschauern einen frischen Einstieg bot und gleichzeitig den bestehenden Kanon zutiefst respektierte. Es war eine Serie, die die Fallstricke vieler moderner Remakes und Reboots vermied, indem sie den Kern ihrer Vorgänger voll und ganz aufgriff: Action, Abenteuer, Entdeckungen, Staunen, Herz, Humor und eine neue Familie. Und auf der Grundlage dieser kreativen Vision erhielt die neue "Stargate"-Serie im November 2025 grünes Licht."

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      • Von Benjamin_G Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Ich erwarte auch nicht, dass man praktisch dasselbe noch mal erzählt. Aber es sollte schon der Idee treu bleiben und an dem Bisherigen anknüpfen.

        Einer der Producer hat die Einstellung nun leider bestätigt. Es sollte eine Serie werden, die den Kanon respektiert und alte wie neue Fans anspricht. So hat man das Amazon aber auch von Anfang an verkauft: "Martin Gero entwickelte über zwei Jahre hinweg eine neue Stargate-Serie. Er schuf schließlich eine Serie, die neuen Zuschauern einen frischen Einstieg bot und gleichzeitig den bestehenden Kanon zutiefst respektierte. Es war eine Serie, die die Fallstricke vieler moderner Remakes und Reboots vermied, indem sie den Kern ihrer Vorgänger voll und ganz aufgriff: Action, Abenteuer, Entdeckungen, Staunen, Herz, Humor und eine neue Familie. Und auf der Grundlage dieser kreativen Vision erhielt die neue "Stargate"-Serie im November 2025 grünes Licht."

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      • Von PCGH_Jacky Software-Overclocker(in)
        Ich zähl theoretisch noch zur Gen Z und war recht lange in der deutschen Sci-Fi Szene unterwegs... ich muss sagen, dass Gen Z nich unbedingt alten Kram in neuem Gewand braucht. Da erfreuen sich TOS und Doctor Who Classic bspw noch durchaus großer Beliebtheit unter den SciFi-Fans...
      • Von Benjamin_G Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Mit viel Budget ein Franchise umzugestalten, damit es dem vermeintlichen Mainstream schmeckt - hat das in den letzten Jahren überhaupt schon mal funktioniert? Ich dachte immer, dass Bezos Science-Fiction-Fan ist und deswegen zum Beispiel The Expanse gerettet hat.

        Am Ende werden Boomer in den Chefsesseln festgelegt haben, dass man unbedingt Gen Z erreichen muss. Da empfiehlt sich vielleicht der Blick Richtung Paramount Plus. Taylor Sheridan landet mit seinen Serien einen Hit nach dem anderen. Von den Quoten können andere nur träumen. Hauptfiguren sind alte Menschen wie der fast 80-jährige Stallone, der über 80-jährige Ford und jetzt der Mittsiebziger Ed Harris. Das auf ein junges Publikum zugeschnittene Starfleet Academy tauchte, trotz des zugkräftigen Namens, in relevanten Rankings nicht mal auf.
      • Von Case39 Freizeitschrauber(in)
        Puh. Also, von mir aus können sie es auch lassen. SG ist so gut wie es ist.
        Wie wäre es mal, mit etwas Neuem?
        Nur zur Abwechselung mal.
      • Von EM_EN Software-Overclocker(in)
        Zitat von Major_Fletcher
        Bei Amazon habe ich mittlerweile echt auch Angst um Tomb Raider.
        Ich auch.

        Die halbe Menschheit ( gefühlt ) ist mit Stargate aufgewachsen und es gibt viele Fans da draußen. Ab dem originalen Film 1994 und der folgende Serie war ich immer dabei. Aber besser sie lassen die Finger davon, bevor sie es versenken.
      Direkt zum Diskussionsende
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