Grund für Einstellung verärgert Fans: Petition für Stargate-Serie bei 90.000 Unterzeichnern

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Grund für Einstellung verärgert Fans: Petition für Stargate-Serie bei 90.000 Unterzeichnern
Quelle: MGM

Amazon MGM hatte die erst im November angekündigte Stargate-Serie eingestellt - aus Angst, sie könne keine breite Zuschauerschaft erreichen. Nun wehren sich Fans gegen diese Entscheidung.

Nach Meinung mancher entwickelte sich nicht jedes Franchise in die richtige Richtung. Star Trek und Star Wars sind die wohl prominentesten Beispiele. Ersteres hatte Alex Kurtzman für ein breiteres Publikum erneuert und dabei so umstrittene Serien wie Discovery und das unlängst abgesägte Starfleet Academy produziert. Auch Star Wars: Obi-Wan Kenobi und The Acolyte werden nicht weiter fortgesetzt. Fans zerrissen beide wegen der als schwach empfundenen Drehbücher. Auch der Versuch, die Lore so umzugestalten, dass sie ein breiteres Publikum erreicht, stieß auf Kritik.

So verständlich es aus unternehmerischer Sicht mitunter ist. Wenn Entscheider einem bereits angekündigten Projekt den Stecker ziehen, weil sie glauben, es erreiche den Mainstream nicht, trifft das Fans ins Herz. Die Rede ist von der für Amazon produzierten Stargate-Serie. Martin Gero, der seinerzeit schon bei Stargate: Atlantis und den späteren Staffeln von SG-1 beteiligt war, hatte daran bereits zwei Jahre lang gearbeitet. Flankiert wurde er von zwei Serienurgesteinen: Brad Wright und Joseph Mallozzi, einst Showrunner, in der neuen Serie Consulting Producer.

Grund für Absetzung hätte Fans nicht mehr verärgern können

Anfang Juni wurde bekannt, dass Amazon der Serie den Stecker zieht. Variety zufolge fürchtet man bei Amazon MGM, die Serie würde außerhalb der eingefleischten Fanbase keine größere Anziehungskraft besitzen. Consulting Producer Mallozzi bestätigte kurz darauf die Einstellung, betonte aber, dass die Serie sehr wohl neue und alte Zuschauer ansprechen sollte:

"Martin Gero entwickelte über zwei Jahre hinweg eine neue Stargate-Serie. Er schuf schließlich eine Serie, die neuen Zuschauern einen frischen Einstieg bot und gleichzeitig den bestehenden Kanon zutiefst respektierte. Es war eine Serie, die die Fallstricke vieler moderner Remakes und Reboots vermied, indem sie den Kern ihrer Vorgänger voll und ganz aufgriff: Action, Abenteuer, Entdeckungen, Staunen, Herz, Humor und eine neue Familie. Und auf der Grundlage dieser kreativen Vision erhielt die neue Stargate-Serie im November 2025 grünes Licht."

Eineinhalb Jahrzehnte, nachdem das einst ruhmreiche Franchise mittels Cliffhanger schon einmal unwürdig geendet hatte, ließ man es demnach ein zweites Mal sterben. Der Ärger über diese Entscheidung war und ist auch deshalb so groß, weil Martin Geros Serie kein Reboot werden sollte, sondern eine Fortsetzung innerhalb des reichen Serienkanons.

Einstellung der neuen Stargate-Serie: Fans und Darsteller wehren sich

Statt nur verärgert den Kopf in den Sand zu stecken, ist die Fanbase nun ausnehmend aktiv. So erreicht eine Petition für eine Fortführung der Serie von Martin Gero inzwischen 88.881 Unterzeichner. Auf Change.org heißt es unter anderem: "Eine Stargate-Serie abzusetzen, weil sie vielleicht 'nur' die treue Stargate-Fangemeinde anspricht, ist absurd. Das ist kein Problem, sondern eine solide Grundlage. Stargate verfügt bereits über das, wofür die meisten neuen Serien alles geben würden: jahrzehntelange Treue, eine fest verankerte Mythologie, ein wiedererkennbares Markenimage und Fans, die schon seit langem um eine ernsthafte Fortsetzung betteln."

Fans organisieren sich auch unter Hashtags wie #savestargate, um möglichst viel Aufmerksamkeit auf ihre Anliegen zu lenken. Laut Reddit schaffte man es so gestern etwa unter die Top-5 der X-Trends. Unter dem Titel "Operation Flyover" flog man derweil die Amazon MGM Studios an, wobei der Flieger ein einschlägiges Banner hinter sich herzog.

Unterstützung erhalten Fans von mehreren Stargate-Darstellern. Michael Shanks, bekannt als Daniel Jackson, machte schon mehrmals auf die Kampagne aufmerksam. Just lästerte er einschlägig über Amazon, indem er einen Post zu einem neuen Projekt namens Off Campus wie folgt kommentierte: "Off Campus basiert auf einer beliebten Buchreihe. Die Serie erreicht kein breiteres Publikum als ihre bereits bestehende treue Fangemeinde."

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Zuvor hatte er auf X verkündet: "Ich sage es, wie es ist: Wenn ihr auch nur im Geringsten an einer Stargate-Serie interessiert seid, an der irgendeiner der ursprünglichen Schöpfer oder Darsteller beteiligt ist, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt, euch zu Wort zu melden. Andernfalls wird dieses Kapitel wirklich für immer abgeschlossen sein. Lasst sie wissen, dass ihr dabei seid!"

Position bezogen unter anderem auch David Hewlett (Dr. Rodney McKay) und David Blue (Eli Wallace).

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Ob sich Amazon zu einem Umdenken bewegen lässt? Die Einstellung der Serie ist - Stand jetzt - beschlossene Sache. Aber: Die Stargate-Kampagne wäre nicht die erste Petition, mit der man Studiobosse zu einem Umdenken bewegt. So erhielt Farscape noch eine abschließende Mini-Serie, weil Fans nach der Absetzung auf einen runden Abschluss pochten.

Star Trek: Enterprise rettete seinerzeit aber auch die berühmte Save-Enterprise-Kampagne nicht mehr vor der Absetzung. Auch das erst 2026 gecancelte Starfleet Academy dürfte, trotz Petition, nicht wieder ins Leben gerufen werden. Stargate ist sogar ein ganz besonders (schwerer?) Fall, weil die Serie nie in Produktion ging. Somit gibt es auch keine Darsteller oder Kulissen, die man mit einem überschaubaren Risiko wieder aus der Versenkung holt.

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Quelle: change.org, savestargate.com

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    • Kommentare (13)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von masto-don Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von slasher
        Ich verstehe da weder die Produzenten noch die Showrunner.
        Man will Serien wiederbeleben, will sich aber neu erfinden, und es dem Mainstream zugänglich machen. Scheitert aber an allen Fronten, Mainstream und Fans, wie in ST und SW, Witcher usw. gesehen.
        Statt dann endlich nach der X-ten Serie die in den Sand gesetzt wurde, endlich umzudenken, und den Fans das zu geben was gewollt wird. Wird Bockig der Kopf in den Sand gesetzt und die Schuld denen gegeben die sich den Mist dann doch angeschaut haben. Weil "Die Zuschauer ja einfach nicht verstehen was da Produziert wird."
        mich nervt es ja dann immer sehr, dass kritik sofort großflächig als hate abgestempelt wird, die verantwortlichen lernen nicht daraus und beim nächsten produkt geht das ganze wieder von vorne los.
      • Von masto-don Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von slasher
        Ich verstehe da weder die Produzenten noch die Showrunner.
        Man will Serien wiederbeleben, will sich aber neu erfinden, und es dem Mainstream zugänglich machen. Scheitert aber an allen Fronten, Mainstream und Fans, wie in ST und SW, Witcher usw. gesehen.
        Statt dann endlich nach der X-ten Serie die in den Sand gesetzt wurde, endlich umzudenken, und den Fans das zu geben was gewollt wird. Wird Bockig der Kopf in den Sand gesetzt und die Schuld denen gegeben die sich den Mist dann doch angeschaut haben. Weil "Die Zuschauer ja einfach nicht verstehen was da Produziert wird."
        mich nervt es ja dann immer sehr, dass kritik sofort großflächig als hate abgestempelt wird, die verantwortlichen lernen nicht daraus und beim nächsten produkt geht das ganze wieder von vorne los.
      • Von Registrierzwang Software-Overclocker(in)
        Hätte jetzt laienhaft auch gesagt, Stargate erreicht sehr wohl ein größeres Publikum, weil es Abenteuer, Komik, Science-Fiction und ein bekanntes Franchise in einem ist. Das Amazon oft falsche Entscheidungen trifft, ist nichts neues.
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Die Story "Herr der Ringe" ist beliebt. Leute, die auch die Anhänge der Bücher gelesen und genossen haben, sind weitaus seltener. Genau diesen Teil hat aber Amazon verfilmt. Das ist wenig besser als wenn wir die letzte PCGH-Print-Seite mit Vorschau und Impressum als kostenpflichtigen -Artikel veröffentlichen würden.
        Das kann ich nicht beurteilen da ich die Bücher nicht gelesen habe. Aber ich weiß dass das Franchise, auch durch die Filme, kommerziell sehr erfolgreich ist.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Die Story "Herr der Ringe" ist beliebt. Leute, die auch die Anhänge der Bücher gelesen und genossen haben, sind weitaus seltener. Genau diesen Teil hat aber Amazon verfilmt. Das ist wenig besser als wenn wir die letzte PCGH-Print-Seite mit Vorschau und Impressum als kostenpflichtigen -Artikel veröffentlichen würden.
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von DarkWing13
        Ersteres erfolgreiche Buch-/Comic-Reihe, zweites (relativ) erfolgreiches Spiele-Franchaise.
        Amazons Prinzip bei Filmen/Serien ist einfach gestrickt.
        Funktioniert aber scheinbar nicht bei jeden Franchise. Sonst wäre die HDR Serie besser angekommen.
        Und "Herr der Ringe" ist sonst ja immer erfolgreich gewesen. Bzw immer noch erfolgreich.
      Direkt zum Diskussionsende
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