Samsung-SSD: Nearline-Laufwerk mit bis zu 1 PByte soll HDDs ersetzen

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Samsung-SSD: Nearline-Laufwerk mit bis zu 1 PByte soll HDDs ersetzen
Quelle: Samsung

Samsung soll an Nearline-SSDs mit 250 TByte bis 1 PByte arbeiten. Die Laufwerke sind nicht für Gaming-PCs gedacht, zeigen aber, wohin sich Massenspeicher entwickeln könnte.

Samsung arbeitet laut einem Bericht von Blocks and Files offenbar an neuen Nearline-SSDs, die Speicherkapazitäten von 250 TByte bis 1 PByte pro Laufwerk erreichen sollen. Die Angaben stammen aus einem Briefing des Speicheranbieters Scality, bei dem es um dessen Autonomous-Data-Infrastructure-Plattform ging.

Nach Angaben von Scality-CPO Erwan Girard würden sowohl Samsung als auch Solidigm an einer neuen Flash-Generation für Nearline-Speicher arbeiten. Scality habe frühe Laufwerke bereits im Labor und teste diese. Samsungs Variante soll demnach in EDSFF-E3.L- oder E2-Formfaktoren geplant sein. Die kleinste Ausführung soll bei 250 TByte beginnen, die größte bei 1 PByte liegen.

Damit wäre die Technik klar im Rechenzentrum verortet. Nearline-Speicher richtet sich an große Datenbestände, die nicht dauerhaft mit hoher Schreiblast belastet werden, aber schneller und platzsparender verfügbar sein sollen als auf klassischen Festplatten. Ein kurzfristiger Bezug zu Gaming-SSDs ergibt sich daraus nicht. Für Desktop-PCs wären Kapazität, Preis, Haltbarkeit und Einsatzzweck absehbar weit von typischen Anforderungen entfernt.

1 PByte ersetzt 125 SSDs mit 8 TByte

Anschaulich wird die Größenordnung dennoch im Vergleich zu heutigen SSDs. Eine aktuelle 4-TByte-SSD müsste 250-mal vorhanden sein, um rechnerisch auf 1 PByte zu kommen. Bei 8-TByte-Modellen wären es noch 125 Laufwerke. Selbst die kleinste, von Scality genannte Variante mit 250 TByte entspräche bereits mehr als 31 SSDs mit je 8 TByte.

Scality ordnet die Laufwerke in einer Speicherhierarchie zwischen schnellen QLC-SSDs und klassischen Nearline-HDDs ein. In einem 4-HE-System könnten laut Bericht fast 50 solcher Samsung-Laufwerke untergebracht werden. Bei 1 PByte pro SSD ergäbe das annähernd 50 PByte pro 4-HE-Einschub. Ein vollständiger Rack könnte damit in Richtung 0,5 Exabyte kommen, sofern die Angaben zur Bestückung und Kapazität so umgesetzt werden.

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Bei der Haltbarkeit wären allerdings Einschränkungen zu erwarten. Erwan Girard spricht von rund 0,1 Drive Writes per Day. Damit könnten pro Tag rechnerisch etwa 10 Prozent der Laufwerkskapazität über fünf Jahre hinweg beschrieben werden. Aktuelle QLC-SSDs lägen nach seiner Darstellung bei rund 0,5 DWPD. Die Nearline-SSDs wären damit eher für leselastige und selten veränderte Datenbestände gedacht.

Eher für Rechenzentren

Für Rechenzentren bleiben Festplatten pro TByte günstiger, benötigen bei sehr großen Datenmengen aber mehr Platz und Energie. Sehr dichte Nearline-SSDs könnten dort eine Alternative darstellen, wenn Kosten, Haltbarkeit, Controller und Leistungsaufnahme zusammenpassen. Laut Blocks and Files wäre ein Marktstart in diesem Jahr unwahrscheinlich. Damit würde 2027 als möglicher Release im Raum stehen, sofern Samsung entsprechende Produkte tatsächlich zur Marktreife bringt.

Offen bleibt, welche Flash-Technik konkret verwendet wird. Scality spricht von einer neuen Art von Flash, nennt aber keine vollständigen technischen Daten. Auch Samsung hat die Nearline-SSDs bisher nicht offiziell angekündigt. Das könnte sich allerdings im Rahmen der Computex noch ändern.


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Quelle: Block and Files

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    • Kommentare (27)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Aeshma-Deva Freizeitschrauber(in)
        Zitat von _Oskar_
        da würde man vor Schreck nen Herzkasper bekommen. ^^
        Höchstens einen Lachanfall
      • Von Aeshma-Deva Freizeitschrauber(in)
        Zitat von _Oskar_
        da würde man vor Schreck nen Herzkasper bekommen. ^^
        Höchstens einen Lachanfall
      • Von _Oskar_ Software-Overclocker(in)
        Zitat von Aeshma-Deva
        1 PB SSD? Bei den derzeitigen Preisen kommt die nie bei Endusern an.
        Glaub mir, die Preise wollen wir bestimmt nicht wissen, das wäre Ultra Teuer, da würde man vor Schreck nen Herzkasper bekommen. ^^
      • Von ichthys88 PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Aeshma-Deva
        120 mb für den Amiga 500 war riesig
        Wenn ich mich richtig erinnere war die Festplatte von meinem 20 oder 30 MB.
        Der Rechner davor hatte eine wesentlich kleinere. Eventuell waren auch 120mb. War eine Windows 3.1-Kiste mit 1984kb RAM.
        Das Traurige ist, dass ich mir auch nicht sicher bin, ob wir sowas bei uns sehen werden. Zumindest nicht in den nächsten 10 Jahren. Es stagniert schon lange.
      • Von Aeshma-Deva Freizeitschrauber(in)
        Zitat von ichthys88
        Meine erste Festplatte hatte 1200 MB. Man, war die damals groß.
        120 mb für den Amiga 500 war riesig
        Wenn ich mich richtig erinnere war die Festplatte von meinem 20 oder 30 MB.

        1 PB SSD? Bei den derzeitigen Preisen kommt die nie bei Endusern an.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Incredible Alk
        Es ist am Ende auch ein Luxusproblem. Ich würde mein Datengrab halt gerne auf Flash umrüsten um die drehenden und klappernden und ggf vibrierenden (wenn trotz Gumminupsis irgendne Resonanzfrequenz des Gehäuses kickt) HDDs irgendwann loszuwerden. Aber das ist garantiert nichts, was 10K€ wert wäre.
        Die meisten Anwender mit so geringen Performance-Anforderungen würden das Geklicke einfach in ein NAS in einem anderen Raum auslagern.
      Direkt zum Diskussionsende
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