Commodore Callback: Klapphandy mit Linux sperrt Social Media

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Commodore Callback: Klapphandy mit Linux sperrt Social Media
Quelle: Commodore

Commodore hat mit dem Callback 8020 sein erstes Smartphone vorgestellt: ein Klapphandy mit der Linux-Distribution Sailfish OS, die Browser und Social Media aussperrt. Dennoch sollen rund 99 Prozent der Android-Apps laufen.

Zwei Wochen lang hielt die wiederbelebte Kultmarke dicht und streute lediglich den Slogan "Zwei Schritte vor, einen zurück". Am 16. Juni 2026 folgte dann die Auflösung, und es ist kein weiterer Retro-Rechner: Nach dem Commodore 64 Ultimate und dem C64C Ultimate ist das Callback das erste nach vorn gerichtete Produkt der neuen Führung. Wer zugreifen will, sollte sich den 30. Juni vormerken, denn dann ist Vorverkaufsstart für das Klapphandy mit Linux-Betriebssystem.

Commodore-Smartphone setzt auf Sailfish OS statt Android

Commodore hat dem Callback 8020 mit dem von Jolla entwickelten Sailfish OS ein eigenständiges Betriebssystem auf Basis von Linux spendiert, welches ganz ohne Google-Dienste arbeitet und Webbrowser und die sozialen Netzwerke bereits auf der Systemebene blockiert. Das Gerät stammt von Commodore International und positioniert sich ganz bewusst zwischen Dumbphone und Smartphone.

Das Commodore Callback 8020 lässt sich ab dem 30. Juni für 499,99 US-Dollar vorbestellen. Quelle: Commodore Das Commodore Callback 8020 lässt sich ab dem 30. Juni für 499,99 US-Dollar vorbestellen.

Callback 8020: Klapphandy ohne Browser und Social Media

Der Touchscreen des Hauptdisplays bleibt ab Werk deaktiviert und schaltet sich nur dann zu, wenn eine App ihn zwingend benötigt. Im zugeklappten Zustand zeigt ein Frontdisplay im VFD-Stil ausschließlich die Uhrzeit, Akkustand und den Empfang; Benachrichtigungen laufen optional über ein System aus fünf Dome-LEDs, das wiederum nicht zum Entsperren animieren soll, so Commodore International.

Das Commodore Callback 8020 verfügt über einen wechselbaren Akku und diverse Cover. Quelle: Commodore Das Commodore Callback 8020 verfügt über einen wechselbaren Akku und diverse Cover. Getextet wird per T9-Eingabe, das Zuklappen des Geräts ist als bewusster Schlusspunkt gedacht. Commodore beruft sich dabei auf eine über das Fachjournal PNAS Nexus 2025 veröffentlichte Studie, wonach das Blockieren des mobilen Internets Aufmerksamkeit und Wohlbefinden messbar verbesserte.

Sailfish OS von Jolla: Linux statt Android auf dem Callback

Das finnische Unternehmen Jolla liefert mit Sailfish OS ein Linux-System, das rund 99 Prozent der Android-Apps über eine abgeschottete Laufzeitumgebung ausführt, ohne dafür selbst auf Android zu basieren. Hinter Jolla steht das ehemalige MeeGo-Team von Nokia; das Betriebssystem gilt als eines der wenigen unabhängigen mobilen Betriebssysteme aus Europa.

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Datenschutz steht dabei im Vordergrund: Verschlüsselung ist Pflicht, ein Verkauf von Nutzerdaten findet laut Hersteller nicht statt. Weiterführende Details zum Linux-Betriebssystem des Callback 8020 liefert die offizielle Sailfish-Website.

Android-Apps in der Sandbox, aber kein Google Play

Sailfish OS bringt keinen Google Play Store mit und arbeitet vollständig de-googelt. Anwendungen kommen über den hauseigenen Commostore oder per APK-Sideload auf das Gerät; einzig stark auf Google-Dienste angewiesene Apps, vor allem aus dem Banking-Bereich, können streiken. Browser und Social-Media-Apps lassen sich nicht freischalten, das ist Teil des Konzepts.

Kamera und Audio: 48-MP-Sony-Sensor und Audiophil-DAC

Auf der Rückseite sitzt ein 48 Megapixel auflösender Sony-Sensor mit Blitz und Autofokus, während ein dedizierter DAC HD-Audio und verlustfreie Dateien übernimmt.

Die Wandlerchips stammen von ESS und Cirrus Logic, beide mit Commodore-Bezug: ESS lieferte einst die Sprachsynthese für C64-Titel wie Ghostbusters und Impossible Mission. Passend dazu sind SID-Klingeltöne an Bord, ein UKW-Radio liefert Musik ohne Konto oder Abo, und IEM-Ohrhörer liegen bei.

Technische Eckdaten: 4 GiB RAM, 4G statt 5G, wechselbarer Akku

Im Inneren arbeiten 4 GiB Arbeitsspeicher und 64 GiB interner Speicher, der sich per microSD erweitern lässt. Auf 5G verzichtet Commodore bewusst, weil 4G VoLTE samt WLAN für die kompakte Bauform und die Akkulaufzeit günstiger ausfalle.

Die technischen Spezifikationen des Commodore Callback 8020 im Detail. Quelle: Commodore Die technischen Spezifikationen des Commodore Callback 8020 im Detail. Das Callback bietet physisches Dual-SIM ohne eSIM, einen wechselbaren Akku, USB-C, Hotspot, Notruffunktion und ist nach IP44 spritzwassergeschützt. Auf demselben WLAN kann das Telefon zudem einen Commodore 64 Ultimate samt dessen LEDs fernsteuern.

Preis und Editionen: Commodore Callback ab 499 US-Dollar

Commodore ruft eine UVP von 549,99 US-Dollar auf, senkt den Einstieg über die Warteliste aber auf 499,99 US-Dollar zuzüglich Steuern. Wer sich einträgt, erhält 50 US-Dollar Rabatt. Zur Wahl stehen die Varianten "ProtoPET White", "SX Silver", "BASIC Beige", eine "Starlight Edition" sowie eine "Founders Edition". Letztere kommt mit Präsentations-Ringbox, Hardcase und einem vergoldeten C=-Key.

Verfügbarkeit in Deutschland: Vorbestellung ab 30. Juni

Die Vorbestellung startet am 30. Juni 2026 um 10:00 Uhr MESZ auf commodore.net, und Commodore liefert auch in die EU. Mehrwertsteuer und gegebenenfalls Zoll fallen an der Kasse an. Wer das Callback parallel zum Smartphone betreiben möchte, kann über MultiSIM- beziehungsweise Number-Sync-Dienste, etwa der Deutschen Telekom, dieselbe Rufnummer nutzen. Anders als z.B. bei Kickstarter sind die Vorbestellungen laut Hersteller mit einer Geld-zurück-Garantie versehen.

FAQ: Die häufigsten Fragen zum Commodore Callback 8020

Läuft auf dem Commodore Callback WhatsApp?

Ja, WhatsApp ist vorinstalliert; ergänzend funktionieren Signal, Telegram und WeChat, iMessage nur über Drittanbieter-Bridges mit einmaligem Mac-Zugriff.

Hat das Commodore Callback Android?

Nein, das Callback nutzt Sailfish OS und führt Android-Apps lediglich über eine abgeschottete Laufzeitumgebung aus, ohne Google Play Store.

Lassen sich Browser und Social Media freischalten?

Nein, beide Sperren sind fest im System verankert und lassen sich nicht abschalten.

Was kostet das Commodore Callback in Deutschland?

Der Einstieg liegt bei 499,99 US-Dollar zuzüglich Steuern, hinzu kommen an der Kasse Mehrwertsteuer und gegebenenfalls Zoll.

Wann startet die Vorbestellung?

Die Vorbestellung beginnt am 30. Juni 2026 um 10:00 Uhr MESZ auf commodore.net.

Hat das Callback 5G?

Nein, das Gerät unterstützt 4G VoLTE und WLAN; auf 5G verzichtet Commodore zugunsten von Akkulaufzeit und kompakter Bauform.

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Quelle: Commodore International

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    • Kommentare (68)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Schultzie Schraubenverwechsler(in)
        Richtig geile Idee, Konzept gefällt mir. Aber ich schließe mich der Mehrheit an: Preis übertrieben hoch.
      • Von Schultzie Schraubenverwechsler(in)
        Richtig geile Idee, Konzept gefällt mir. Aber ich schließe mich der Mehrheit an: Preis übertrieben hoch.
      • Von der_yappi Volt-Modder(in)
        Eig. DAS Handy das perfekt für die Zukunft (Social Media Verbot für unter 16 Jährige) gerüstet ist...
      • Von wakey PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Misanthrop68
        Firefox wird mit den Commodore keine Probleme haben – er ist ausgesperrt
        Ich sag mal, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg
        Das nachinstallieren von Software welche Commodore "ausperrt", macht mir auf dem Linuxbasierten SFOS die geringsten Sorgen.
      • Von DarkWing13 BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von peru3232
        genau in diesem Markt ist es tabu Kamerahandys zu haben - falls Kamera vorhanden muss sie glaubhaft unbrauchbar gemacht werden.... somit die schlechteste Verwendung für dieses Handy
        So eine Funktion kann man auch heraus programmieren, bzw. stilllegen (lassen). Ich sag nur getracktes Militärpersonal und deren vorhersagbaren Bewegungsmuster.

        Ich sag ja nicht, dass das SP nicht auch "spezielle" Privatkunden (mit Aluhut ) finden wird, aber Commodore wird sicher nicht den 08/15 Kunden mit 100+ Apps und den 24/7 Social Media Nerd im Visier haben.
      • Von Prypjat_no1 Software-Overclocker(in)
        Das Preis- / Leistungsverhältnis kann man bei diesen Telefon begraben.
        Ich verstehe ja das man ein Phone haben möchte das nur die Grundlegenden Dinge kann ohne von anderen Quatsch abgelenkt zu werden, aber warum dieser Preis? Hofft man auf die alten Hasen die beim Anblick des Commodore Zeichens feucht im Hösschen werden und es reflexartig kaufen?
        Ich bin mir nicht sicher ob diese Rechnung aufgehen wird.
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